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Europäischer Markt für Carrier Billing bis 2027

Die Abrechnung über den Mobilfunkanbieter, auf Englisch Carrier Billing, wird immer beliebter. Ein Report von The Insight Partners von Juli 2020 zeigt, dass der Markt von 8.032,6 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 auf 17.649,7 Millionen US-Dollar im Jahr 2027 wachsen wird. Das beträgt eine jährliche Wachstumsrate um 10,5 %.

Marken wie Spotify treiben Carrier Billing voran. Der schwedische Musikdienstleister bietet weltweit digitale Musikprodukte an. Nach der Einführung von Direct Carrier Billing auf der Plattform, erlebte Spotify einen moderaten Anstieg der Umwandlung von kostenlosen Testversionen zu kostenpflichtigen Abonnements der Kunden.

Es gilt als die drittbeliebteste Zahlungsmethode nach digitalen Wallets und Kreditkarten für digitale Inhalte in Europa und ist sowohl für Mobilfunk-Kunden mit einem Prepaid- oder Postpaid-Tarif verfügbar. Immer mehr digitale Diensteanbieter wie Apple, Google, Facebook und Netflix haben begonnen Carrier-Billing-basierte Zahlungen in Europa zu nutzen. Die breite Akzeptanz ist daher der wichtigste Wachstumsfaktor für den Markt.

Im Jahr 2019 führten die Bereiche Apps und Spiele den europäischen Markt für Direct Carrier Billing über den Mobilfunkanbieter an. Mit dieser Zahlungsmöglichkeit ist ein bequemer Kauf von Hintergrundbildern, Klingeltönen, Apps und Spielen möglich. Sie ermöglicht es den Verbrauchern, Käufe innerhalb eines Spiels oder einer anderen App zu tätigen, während sie gleichzeitig Offline-Käufe tätigen können.

 

Carrier Billing in 2020 in Westeuropa

Laut SuperData entfallen schätzungsweise 14 % aller digitalen Spieltransaktionen in Westeuropa auf Carrier Billing.

Die Abrechnung über den Mobilfunkanbieter ist aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit in Westeuropa beliebt. Für Käufe innerhalb eines Spiels müssen sich die Nutzer nicht in zusätzliche Konten einloggen oder persönliche Informationen über sich preisgeben. Stattdessen werden die Zahlungen mit Hilfe ihrer Handynummer und einer 2-Faktor Authentifizierung bestätigt.

Der einfachere Checkout-Prozess in Verbindung mit dem Schutz der Privatsphäre der Verbraucher sind auch der Hauptgrund, warum Anbieter von digitalen Inhalten eine bessere Konversationsrate durch Carrier Billing im Vergleich zu anderen Online-Zahlungsmethoden erhalten.

Die jüngsten Änderungen in der Gesetzgebung (DSGVO, Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 und die damit verbundenen Anforderungen an die starke Kundenauthentifizierung (SCA)) unterstützen ebenfalls das Wachstum von Carrier Billing in Westeuropa, da wesentlich weniger Verbraucherdaten erhoben werden. Carrier Billing ist von den PSD2- und SCA-Vorschriften ausgenommen.

50 % der Menschen in den profilierten Märkten besitzen eine Kreditkarte, der Rest nicht. Für diese Verbraucher können digitale Diensteanbieter Carrier Billing parallel zur Kreditkartenzahlung als alternative Zahlungsmethode anbieten.

 

Vorschau für Mobilfunkanbieter

Ein neuer Report von Juniper Research aus August 2020 offenbart, dass die Gesamtausgaben für Direct Carrier Billing bis zum Jahr 2025 erstmals 100 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es noch 37 Milliarden US-Dollar. Der Report geht davon aus, dass die zunehmende Umstellung auf Abo-Abrechnungssysteme für digitale Dienste wie Spiele, Videostreaming und Musik der Schlüssel dazu sein wird, dass der Markt in den nächsten 5 Jahren eine beachtliche Wachstumsrate von 172 % erzielen wird.

Ein wichtiger Wachstumstreiber für Carrier Billing in den nächsten Jahren wird die bequeme Kombination der monatlichen Abokosten und dem monatlichen Mobilfunkvertrag des Nutzers sein. Es wird erwartet, dass digitale Inhalte bis 2025 87 % der Carrier-Billing-Ausgaben ausmachen werden.

Digitale Dienste für Spiele-Abos sind eine unmittelbare Chance für Carrier-Billing-Anbieter. Partnerschaften mit Diensten wie Microsofts Xbox Game Pass und Google Stadia ermöglichen es Betreibern, ihr Carrier-Billing-Angebot schnell zu erweitern, indem sie Zahlungen für hochattraktive Dienste unterstützen.